Kräuterbeet/ Hochbeet selber anbauen / Kräuter in der Küche

Die genannten Mengen beziehen sich auf eine runde Backform mit 1 cm Durchmesser. Bitte gebe hier die Maße deiner Backform an.
HINWEIS: Je nach Größe deiner Backform kann die Backzeit variieren.

Da ich immer gerne mit frischen Kräutern in der Küche koche, habe ich mir in diesem Jahr ein Kräuterbeet auf der Terrasse gepflanzt. Bisher hatte ich meine Kräuter meist in der Küche in kleinen Blumentöpfen gepflanzt, was einerseits perfekt war, da ich die Kräuter direkt beim Kochen bei mir hatte, aber andererseits waren diese Pflanzen etwas pflegebedürftiger als die Kräuter im Freien. Das hat verschiedene Gründe. In meiner heutigen Folge möchte ich euch verschiedene Tipps und Tricks zur Pflege und Ernte von Kräutern geben und euch das Hochbeet vorstellen.

Wenn man sich Kräuter (Basilikum, Schnittlauch, Oregano, Minze, Petersilie etc.) im Supermarkt mitnimmt und diese daheim pflegen möchte, muss man einiges beachten, damit die feinen Pflanzen nicht eingehen. Ganz wichtig ist es, dass die Kräuter in größere Töpfe umgetopft werden, da die Kräutertöpfe aus dem Supermarkt viel zu klein sind. Am besten teilt ihr eine Pflanze wie Basilikum beispielsweise auf vier weitere Töpfe auf, damit die einzelnen Pflanzen genügend Platz im Topf haben und ausreichend mit Nährstoffen aus der Erde versorgt werden. Zum Umtopfen verwende ich gerne Anzuchterde, da diese verschiedene Substrate enthält, die dem Wachstum der Pflanze dienen. Die Kräuter sollten anschließend genügend Licht und Feuchtigkeit erhalten, damit sie wachsen können. Ideal ist ein Standort am Küchenfenster.

Mir fällt die Pflege der Kräuter in meinem Hochbeet auf der Terrasse einfacher, weil die Erde im Hochbeet durch die verschiedenen Schichten innerhalb von 7 Jahren zersetzt wird und immer wieder Nährstoffe an die Erde frei gibt und ich somit die Pflanzen nicht düngen muss. Außerdem entsteht durch den Zersetzungsprozess Wärme und die Pflanzen können besser gedeihen. Ausreichend Platz für die Wurzeln bietet die Höhe des Hochbeets und so wachsen die Pflanzen schneller und werden größer. Hierbei muss allerdings beachtet werden, dass nicht alle Pflanzen nebeneinander wachsen können, da manche schneller und größer wachsen und andere eher klein bleiben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Minze oder Pfefferminze sehr stark wächst und sich ausbreitet. Plant also hier genügend Platz ringsherum ein, damit die Pflanze andere Kräuter nicht beengt. Petersilie, Schnittlauch und Oregano können wunderbar nebeneinander wachsen und breiten sich nicht stark aus. Rosmarin und Salbei sollten entweder in einem großen eigenen Topf gepflanzt werden, oder genügend Platz im Hochbeet erhalten, da sie sehr groß werden. Basilikumpflanzen sind im Hochbeet unter der Sonne sehr pflegeleicht und benötigen auch etwas Platz um sich herum.

Ein Hochbeet bietet verschiedene Vorteile gegenüber Blumentöpfen oder dem Einpflanzen in der Erde. Die Arbeitshöhe von 90 cm ist rückenschonend und bietet so eine Arbeitserleichterung. Vor allem im Garten bietet das Hochbeet den Vorteil, dass keine Wühlmäuse oder Maulwürfe die Pflanzen beschädigen, aber dennoch Regenwürmer eindringen können, um die Erde aufzulockern. In einem Hochbeet hat man mehr Erde, die viele Nährstoffe für die Pflanzen bietet. Das Material besteht aus Aluminium, ist sehr leicht, rostet nicht und ist wartungsfrei, das bedeutet, dass das jährliche Anstreichen (wie beispielsweise bei Hochbeeten aus Holz) entfällt. Das Material verzieht sich nicht bei Witterung und ist leicht überall auf- und wieder abbaubar. Besonders beim Anpflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon bietet das Hochbeet den Vorteil, dass einerseits keine Staunässe entsteht und andererseits durch die Auffangschale keine Flecken auf dem Boden entstehen. Durch die konische Form (v-Form) benötigt man weniger Erde.

Der für mich größte Vorteil ist die Tatsache, dass ich das Hochbeet 7 Jahre lang nicht düngen muss, da die verschiedenen Schichten sich zersetzen und so immer wieder Nährstoffe und vor allem Wärme an die Pflanzen freigeben. Insgesamt solltet ihr beim Hochbeet vier Schichten einsetzen, die von unten nach oben von grob nach fein verlaufen und jeweils ca. 20 cm stark sind:

Die unterste Schicht ist die gröbste Schicht, hier könnt ihr unbehandeltes Holz (z. B. Stöcke und Äste aus dem Wald) einsetzen. Dieses sorgt dafür, dass keine Staunässe entsteht und das Wasser abfließen kann, egal ob das Beet im Garten mit Erdkontakt oder auf dem Balkon ohne Erdkontakt ist. Auf dem Balkon solltet ihr unbedingt die Aluschale darunter setzen, damit das abfließende Wasser nicht auf eurer Terrasse landet, sondern aufgefangen wird. In unserem Beet auf der Terrasse haben wir unter die Holzschicht auch Steine gelegt, damit das Wasser noch besser abfließen kann. Im Garten solltet ihr unbedingt ein Gitter einsetzen, damit keine Wühlmäuse oder Maulwürfe ins Beet gelangen, aber dennoch Helfer der Natur, wie beispielsweise Regenwürmer den Weg ins Hochbeet finden. Die erste Schicht muss nun verdichtet werden.

Die zweite Schicht besteht aus Laubabfällen, hier kann beispielsweise auch Karton mit eingesetzt werden, da Karton aus Cellulose besteht. Die ersten beiden Schichten sorgen nicht nur dafür, dass keine Staunässe entsteht, sondern sorgen auch von unten für die richtige Belüftung. Die Schichten werden nun verdichtet, indem sie befeuchtet werden, somit setzen sie sich und das Beet sackt später nicht so sehr ein.

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